
04.04.2022 Am letzten Donnerstag fand die erste Gemeinderatssitzung im Jahr 2022 statt.
Für die Gemeinderäte der BBR war (und ist) das Thema „LKH“ besonders wichtig.
Bgm Lautner meinte dazu, es gibt keine „Garantie“, aber es wird alles getan, um den Erhalt des LKH über das Jahr 2025 hinaus zu sichern. Er untermauerte diese Aussage mit dem Faktum, dass im Vorjahr 700.000 Euro in den Standort investiert wurden. Außerdem sei von Seiten des Landes und der KAGES zugesichert worden, dass es eine Weiterführung geben werde. In welcher Form sei noch offen.
Für die Bewohner unserer Stadt ist vor allem wichtig, dass der ambulante Bereich erhalten bleibt, denn ohne Erstversorgung in Radkersburg würden wir einen gewaltigen Rückschritt, unsere grundlegende Infrastruktur betreffend, machen.
GR Merlini schlug in der Sitzung die Bildung eines Gremiums, bestehend aus politischen Vertretern, dem Betriebsrat des LKH, Medizinern und einem Vertreter der Initiative für ein lebenswertes Bad Radkersburg vor, das gemeinsam Konzepte ausarbeitet, wie die Zukunft aussehen kann.
Einige Vertreter des Vereins für ein lebenswertes Bad Radkersburg, die sich seit 2 Jahren intensiv bemühen, Antworten auf die Fragen, die Zukunft des LKH betreffend, zu erhalten, sprachen bei der KAGES vor. Auch ihnen wurde vom Vorstandsvorsitzenden der KAGES, Univ-Prof. Ing. Dr. Gerhard Stark, eine Weiterführung zugesichert. Wohin die Ausrichtung des Hauses geht, ist ein Thema, das die Verantwortlichen im Haus mit in der Hand haben. Das Ergebnis wurde von der „Plattform für eine lebenswertes Bad Radkersburg“ wie folgt zusammengefasst:
„Die Medizin ist ein Bereich, der stetigen Veränderungen unterliegt. Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und damit einhergehende Spezialisierungen haben zur Folge, dass Aufgabenbereiche von Gesundheitseinrichtungen laufend evaluiert, adaptiert und angepasst werden müssen. Der LKH-Standort Bad Radkersburg hat ein hervorragendes Umfeld. Mit dem Rehabilitationszentrum, dem Vita med, der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe und dem ja mittlerweile ebenfalls von der KAGES geführten Landespflegezentrum gibt es vor Ort „Player“, mit denen Kooperationen auf verschiedensten Ebenen schon jetzt erfolgen und intensiviert werden können.
Umso notwendiger ist es aus Sicht von Prof. Stark, dass die medizinischen Verantwortungsträger am LKH-Standort Bad Radkersburg und im Umfeld des Krankenhauses gemeinsame Impulse setzen, um Strategien zu entwickeln, die einen möglichst umfassenden Fortbestand des Standortes Bad Radkersburg auch nach dem Jahr 2025 sichern und das Haus zu einer unverzichtbaren Einrichtung weiterentwickeln. Da es dafür hoch an der Zeit ist, bemüht sich unsere Plattform in Kooperation mit dem Bürgermeister von Bad Radkersburg derzeit, diese medizinischen Verantwortungsträger an einen Tisch zu bringen, um all die oben angeführten strategischen Fragen auszuloten und gemeinsam an diesen weiterzuarbeiten.“
Die BBR bleibt auch weiterhin an diesem Thema dran.


Bild oben links: Bgm. Mag.Karl Lautner. Bild oben rechts: VizeBgm. Christian Duric.
Weitere Themen, die in der Sitzung besprochen wurden:
Ab Mitte dieser Woche soll es im Zehnerhaus auf kleinerer Fläche wieder Antigen- und PCR-Tests geben. Ganz sicher ist das zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht, obwohl Mag. Gunther Hagen bei der Sitzung die Testungen angekündigt hat. Es wird noch immer verhandelt.
Ein Zuschuss von 40% auf die Sommersaisonkarte der Parktherme für Bürgerinnen und Bürgern mit Hauptwohnsitz in Bad Radkersburg wurde einstimmig beschlossen.
Der Bgm. berichtete, dass es auf Initiative von BBR- Gemeinderätin Elisabeth Messner eine Informationsveranstaltung zum Thema Eisenbahntrasse gegeben hat.
Schülertransport zur VS Bad Radkersburg: Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Kosten von rund 24.000 Euro für den Bus zur VS wieder von der Gemeinde übernommen werden. Eltern zahlen für das Schuljahr 2021/22 pro Kind einen Beitrag von 19,60 Euro.
Für das Kurviertel, und zwar vom Kreisverkehr bei der Maria-Theresien-Klinik bis zur Hasenheide und zur Therme, wurde eine Begegnungszone einstimmig beschlossen.
Auf Gemeindestraßen im Ortsgebiet, ausgenommen Landesstraßen, wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30km/h eingeführt. Auch das wurde einstimmig beschlossen.
Ukraine-Hilfe: In Bad Radkersburg sind einige Familien in Gemeindewohnungen oder auch privat untergebracht. Hilfe wird über das Zeit-Hilfs-Netz angeboten.
In der Mittelschule Bad Radkersburg sind drei digitale Klassen eingeführt worden. Weitere werden folgen. Vor allem die Sanierung des Sportplatzes und der sanitären Anlagen stehen weiterhin im Fokus.
Generalsanierung Hauptplatz: Die BBR fordert das schon lange, da die vielen lockeren Platten zu einer Unfallgefahr für Fußgänger geworden sind. Bgm. Lautner meinte, dass es derzeit aus Kostengründen zu keiner Generalsanierung kommt, aber Schäden ausgebessert werden.
Leistbares Wohnen: Beim Prettnerweg entstehen 14 neue Wohnungen, die die Gemeinde an Mieter vermitteln bzw. zuweisen können wird.
E-Bus: GR Merlini brachte den Vorschlag ein, den Bus als Werbefläche anzubieten (Beklebungen), um damit Kosten für ebendiesen abzudecken. Bgm. Lautner antwortete, dass das umgesetzt wird. Allerdings soll noch entschieden werden, unter welchen optischen Vorgaben, das geschehen wird.
Baustellen: Bgm. Lautner erklärte die vielen Baustellen damit, dass man „alles in einem Schwung“ umsetzen wolle, um dann einige Jahre keine großen Baustellen zu haben.
Im Kurviertel wird das Parken nicht gratis bleiben.
Information:
Am 26.4.2022 findet im Zehnerhaus eine Bürgerversammlung zum Thema ‚Bauen‘ statt. Genaueres wird noch bekanntgegeben.