26.09.2022 LKH Bad Radkersburg – Aufruf an Internisten, sich zu bewerben
Für die BBR stand bei der Gemeinderatssitzung am 22.9. vor allem die Zukunft des LKH Bad Radkersburg im Mittelpunkt. Das scheint nicht für alle das dringlichste Thema zu sein, was für unsere Fraktion unverständlich ist, da dieses Thema wegweisend für unsere Stadt und die medizinische Versorgung unserer Einwohner ist.
Bürgermeister Lautner berichtete über den Krisengipfel bezüglich des LKH, der am 20.9. stattgefunden hat. Teilgenommen haben der Vorstandsvorsitzende der KAGes, Univ. Prof. Ing. Dr. Gerhard Stark, der Chef des LKH-Südoststeiermark, Primarius Dr. Othmar Grabner, der Leiter der internen Abteilung, Prim. Dr. Bernhard Ritter, Ärzte aus der Region, Vertreter der „Plattform für ein lebenswertes Bad Radkersburg“ und des Roten Kreuzes, und die Fraktionsvorsitzenden.
Bei diesem Krisengipfel wurde den Anwesenden klargemacht, dass die interne Abteilung des LKH Bad Radkersburg ab dem 1.12.2022 in dieser Form nicht mehr weiterbestehen kann, weil es zu wenig Fachärzte gibt.
Geplant ist, dass die interne Abteilung nur mehr als dislozierte Tagesklinik, die an Werktagen geöffnet ist, weitergeführt wird. Genaue Öffnungszeiten gibt es noch nicht. 40 stationäre Betten werden durch diese Veränderung im Haus gestrichen.
Notfälle, die mit der Rettung transportiert werden müssen, werden außerhalb der Tagesklinikzeiten in eines der umliegenden Krankenhäuser gebracht. Dadurch verlängern sich natürlich die Fahrtzeiten und das Rote Kreuz braucht mehr Personal und zumindest einen Wagen mehr, wie der Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes Simon Straßgürtl ausführte.
Im MitarbeiterInnen-Bereich könnte es zu Umschichtungen kommen. Aktuell müsse sich niemand fürchten, seinen Job zu verlieren.
Stark sagte, dass in der Steiermark 180 Fachärzte fehlen, und meinte zu der unerfreulichen Entwicklung: „Wir können nur das Machbare machbar machen“. Er sicherte zu, dass die interne Abteilung wieder hochgefahren wird, sobald es genug Fachpersonal gibt. Er appellierte an die Anwesenden: „Bitte, tragen Sie es hinaus, dass wir Internisten in Bad Radkersburg suchen und um Bewerbungen bei Primarius Ritter bitten.“
„Eine Notfallversorgung wird immer gegeben sein,“ meinte Gerhard Stark. „Die Versorgung für die Orthopädie und Traumatologie wird weiterhin wie bisher gegeben sein,“ betonte Othmar Grabner als ärztlicher Direktor.
Die BBR forderte eine engmaschige Informationsweitergabe an alle Fraktionen und weitere, gemeinsame Krisengipfel.
Weitere Themen und Beschlüsse:
Wintersaisonkarte Parktherme: Ermäßigung von 25 % durch die Gemeinde für Einheimische einstimmig beschlossen.
VS Bad Radkersburg: Die Hälfte der Fenster wurden aktuell ausgetauscht, weitere werden folgen.
Bildstock Pridahof: wird restauriert.
Busbahnhof: Es wird ein barrierefreier Sanitärcontainer aufgestellt.
Änderung der PV(Phovoltaic)-Richtline und des Ortsbildkonzeptes der Stadtgemeinde einstimmig beschlossen.
Die BBR verlangte die Zusicherung, dass die Dächer der denkmalgeschützten Gebäude nicht verändert werden dürfen. Der Bgm. versicherte, dass es ausschließlich Nebengebäude in Innenhöfen betrifft.
Bus für die Kinder der Volksschule: der Vertrag der Gemeinde mit „Taxi Rosi“ wurde erneut abgeschlossen.
City-Bus: eine weitere Haltestelle wird beim evangelischen Friedhof eingerichtet, die Anbindung nach Slowenien wurde noch nicht realisiert.
Weihnachten: Es wird wieder einen Eislaufplatz und ein Adventdorf am Hauptplatz geben. Die Weihnachtsbeleuchtung wird zeitlich eingeschränkt, um Strom zu sparen.
‚Pumptrack‘ im Stadtgraben: Es muss aufgrund der Einsprüche der Anrainer erst ein Lärmgutachten erstellt werden. Dann wird entschieden, wo genau er hinkommt.
Mitglieder von Freiwilligenorganisationen bekommen einen 50%-Zuschuss für den Eintritt ins „Vitamed“.