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Vom Brunnen zu einer Skulptur, die polarisiert

19.05.2022 Protest einiger Anrainer verhindert sofortige Aufstellung!

Als dem Gemeinderat im Vorjahr unterbreitet wurde, dass am Hauptplatz vor der Post ein Brunnen aufgestellt wird, der noch dazu zu 100% gefördert wird, gab es einheitlich Zustimmung. 

Die Gemeinderäte der BBR, Sissi Messner und Christina Merlini, stellten sich, wie wohl auch einige andere, einen Brunnen vor, der Wasser spendet und sich ins Ortsbild einfügt. Ein Entwurf wurde ihnen nicht gezeigt. Daher gab es auch keinen Anlass, hier etwas Polarisierendes zu vermuten.

Dann kam der Freitag, der 6. Mai 2022, und die BBR bekam ein Foto des geplanten „Brunnens“, der sich als vier Meter hohes Kunstobjekt aus Aluminium entpuppte, zu sehen.

Bild unten links: Karl Kar­ner (l.) und An­dre­as Stern mit ihrem Kunst­ob­jekt, das Teil des neuen Brun­nens wer­den soll. Kos­ten: rund 120.000 €.

Wie Sie auf dem Foto sehen können, ist nicht gleich erkennbar, dass es sich um einen Brunnen handelt. Die Interpretation des Künstlers steht im Vordergrund.

Hier könnte man das Shakespeare-Zitat “Beauty (=dt. Schönheit) is in the eye of the beholder“ übersetzen mit „Kunst liegt im Auge des Betrachters“. Aber wir leben in einer Altstadt, die in Mitteleuropa einzigartig ist. Der Denkmalschutz hat mitgeholfen, dass Bad Radkersburg eine wunderschöne Altstadt vorweisen kann.

Wir, die BBR, sehen die Aufstellung eines vier Meter hohen Objektes im öffentlichen Raum zwischen den über Jahrzehnte gewachsenen Ahornbäumen als nicht förderlich für unser einzigartiges Ortsbild.

Eine Interessensgemeinschaft der Anrainer hat mit einem Brief an den Bürgermeister und Unterschriften den Protest gegen die Aufstellung der Brunnenskulptur geäußert. Die ehemalige GR der Grünen, Hermine Triebl, hat am Hauptlatz persönlich gegen die Aufstellung protestiert.

Dieser Druck eines Teils der Bevölkerung hat eine vorläufige Verzögerung der Aufstellung und einen Termin bei Bürgermeister Karl Lautner erwirkt. Dabei hat er den Gegnern versprochen hat, den Brunnen nach einem Jahr Probe abzubauen, sollte der Widerstand der genannten Interessensgemeinschaft anhalten.

Die BBR hätte sich von Beginn an gegen die Aufstellung ausgesprochen, wäre bekannt gewesen, wie stark der Brunnen in das Ortsbild eingreift. Auch sehen wir ein Probejahr kritisch, da der Auf- und Abbau viel Geld kostet.

Wir sprechen uns daher nach wie vor für einen anderen Aufstellungsort dieser Skulptur, zum Beispiel im Stadtpark, aus. Transparenz hat bei der Entwicklung dieses Projekts gänzlich gefehlt. Es genügt nicht, dass der Stadtrat das Projekt einstimmig (waren bei der Abstimmung alle 5 Mandatare anwesend?) beschließt.

So ein polarisierendes Kunstwerk sollte unter Einbindung der Anrainer und des gesamten Gemeinderates, nicht nur inhaltlich, sondern auch durch optische Darstellung, erfolgen.

Aber vielleicht irren sich alle Zweifler und das Projekt wird ein durchschlagender Erfolg.

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